Es gehört inzwischen zum festen Repertoire der Traumfabrik: Erfolgreiche Filme vergangener Jahrzehnte werden wiederbelebt, neu aufgelegt oder fortgeführt. Besonders Werke, die eine treue Fangemeinde aufgebaut haben, stehen dabei hoch im Kurs.
Hollywood hat längst erkannt, wie wirkungsvoll Nostalgie sein kann – vor allem, wenn sie gezielt die Erinnerungen der Millennials anspricht. Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass auch DER TEUFEL TRÄGT PRADA eine Fortsetzung erhält. Zwei Jahrzehnte nach dem ersten Film wird die Geschichte rund um Mode, Macht und Selbstfindung weitergesponnen.
Auf Augenhöhe
Damals begleitete das Publikum eine ambitionierte Nachwuchsjournalistin auf ihrem holprigen Einstieg in die Welt eines renommierten Modemagazins. Als Assistentin der gefürchteten Chefredakteurin Miranda musste sie sich behaupten und ihren eigenen Weg finden. Heute, zwanzig Jahre später, ist aus der unsicheren Anfängerin eine etablierte Journalistin geworden – doch die Herausforderungen haben sich lediglich verändert, nicht verringert.
Andrea „Andi“ Sacks (Anne Hathaway) steht auf der Bühne, um einen Preis für ihre journalistische Arbeit entgegenzunehmen. Kurz vor diesen Erfolgsmoment platzt jedoch eine Nachricht, die alles erschüttert: Per SMS erfährt sie, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen entlassen wurden. Spontan nutzt sie ihre Dankesrede, um ihrem Ärger Luft zu machen – ein Schritt, der unerwartete Konsequenzen hat. Der Eigentümer des Modemagazins Runway wird auf sie aufmerksam. Nach einem Skandal steht das Magazin unter Druck, seine Glaubwürdigkeit wiederherzustellen, und sieht in Andi eine mögliche Lösung.
Doch ihre Rückkehr verläuft alles andere als reibungslos. Besonders Miranda Priestly, erneut verkörpert von Meryl Streep, begegnet ihrer ehemaligen Assistentin mit Skepsis. Die Dynamik zwischen den beiden bleibt angespannt, auch wenn sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Gleichzeitig geht es längst nicht mehr nur um persönliche Konflikte: Das Magazin selbst kämpft ums Überleben, was den Druck auf alle Beteiligten erheblich steigert.