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SERVUS BABY! Die Erfolsserie des BR startet in die Zweite Staffel


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 Autor: Tom von der Isar
 
SERVUS PREMIERE, WIR SIND WIEDER UNTERWEGS!
 
Am Mittwoch, den 19.08.2020, war es endlich so weit. Wir durften wieder bei einer Premiere in München persönlich anwesend sein!! Denn die Serie Servus Baby! geht am 08. September im bayerischen Fernsehen in die zweite Sfaffel. Die Hauptdarstellerinnen und Regisseurin Natalie Spinell haben uns deshalb zum Kino am Olympiasee eingeladen.
 
DIESES CHAOSGEFÜHL LIEBE FÜHRT ZUM ERFOLG
 
Der Druck, den Mann fürs Leben zu finden, ist der Ausgangspunkt für diese humorvolle Serie. Dass Männer das selbe Problem haben, das haben Natalie und der Coautor Felix Hellmann dann auch schnell heraus gefunden. Dabei schaffen es die zwei, auch in den weiteren 4 Folgen keine der Figuren vorzuführen, sondern jedem Charakter seinen Raum zu geben, aber auch die Schattenseiten ins rechte Licht zu rücken. "
 
Das macht Felix Hellmann sehr charmant und so lustvoll, dass man Mel zurufen will, schau doch hin! Dass so ein “Problem im Charakter” aber nicht bedeutet, dass die Figur eindimensional wird, zeigt Genija Rykova sehr überzeugend und wahrhaftig in der zweiten Staffel.
 
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Der Nachwuchsregisseurin Natalie Spinell gelingt es in 'Servus Baby', das Lebensgefühl von vier Frauen um die 30 in der bayerischen Hauptstadt mit viel Herzenswärme, Humor und differenziertem Blick zu erzählen.“ >> Bettina Ricklefs, BR-Programmbereichsleiterin Spielfilm-Serie.
 
Die Serie, also Staffel 1, hat übrigens 2019 den Bayerischen Fernsehpreis gewonnen. Die Hauptdarstellerinnen hatten Regisseurin und Drehbuchautorin Spinell damals auf der Bühne mit einem Ständchen zusammen mit der Big Band der TV Show überrascht. Genija Rykova hatte den Text dazu gedichtet.
 
JEDE FIGUR DARF MAL SEIN
 
Josephine hatte sich bei der Neuauflage besonders auf das Ausprobieren und das weitere Erforschen der Figuren gefreut. Da sie von Natalie dafür genug Raum zum improvisieren bekam, ging das für sie und Ihre Figur vollstens auf. Und so konnte sie auch diesmal all Ihre Ideen und spontanen Einfälle einbringen. Das ist beiweiten nicht üblich in heutigen Produktionsprozessen, da oft nicht genug Zeit und Geld vorhanden ist.
 
Die vier Folgen der Staffel 2 haben jeweils ein Überthema und damit auch einen Charakter, auf den sich mehr konzentriert wird. Dass die Macher es dennoch hinbekommen, die anderen Geschichten in der horizontal erzählten Serie nicht zu kurz kommen zu lassen, ist sehr angenehm.
 
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DAS KANN IN DIE HOSE GEHEN
 
Teresa Rizos als ‘Eve’ hat sich in der ersten Staffel verliebt und einen Heiratsantrag bekommen. Ob sie sich mit Ihrem Freund Basti (ruhig, leicht schräg und etwas schwierig, aber immer herrlich auf den Punkt gespielt von Maxi Schafroth) weiterentwickeln kann, ist für mich persönlich fast der beste Erzählstrang der Serie. Eve verzweifelt daran fast, hält sich aber immer an der gemeinsamen Liebe fest.
 
Xenia Tiling spielt ‘Tati’ und hat schon ein Kind, dafür keinen Mann, jobbt mit ihrem Kind im Schlepptau als Babysitterin und “kann ganz gut mit Kindern". Aber ein eigenes Kind zu haben, das ist dann doch ne eigene Nummer. Dass das auch mal in die Hose gehen darf, ist schön zu sehen an Ihrer Story.
 
EINE FOLGE NOCH
 
Ein Sache noch: Das man nach dem Finale der Serie dasitzt und denkt, eine Folge würde ich schon gerne noch sehen, liegt sicher auch an Jenny Bräuer, die Bilder wie fürs Kino gedreht hat und auch im TV ein Augenschmaus sind. Sie schafft es zusammen mit Regisseurin Natalie Spinell den Münchner Charme international wirken zu lassen. Und dabei erkennt man natürlich ganz viele Plätze seiner Stadt wieder. Gezeigt wird allerdings vordergründig eine Stadt voll Liebe, die eigentlich überall sein könnte.
 
Eine Serie, bei der wir uns also auf tolle Bilder mit Heimatgefühl und klasse Schauspieler freuen dürfen. Und das übrigens auch bei den Nebenrollen. Zum Beispiel läuft ein Tommy Schwimmer mit Schwimmring um den Bauch und Kostümchen durchs Bild oder der leider zu früh erst kürzlich verstorbene Ferdinand Schmidt-Modrow taucht als Zeichner im Park auf.
 
Wer die erste Staffel von Servus, Baby! noch nicht kennt, der kann das in der Mediathek des BR nachholen. 
 
 
 
Tom: Warum habt ihr die Serie gemacht? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
 
Natalie Spinell: Die Idee kam in erster Linie von mir. Ich habe festgestellt, dass mein Umfeld und auch ich gerade ein bischen desperate sind. Es ist einfach dieser Druck da, den Mann für’s Leben zu finden.”
 
Tom: Auch die Frau?!
 
Natalie: Auch die Frau, natürlich ;) Das hab ich im Prozess (Anm. d. Redaktion: Der Prozess des Drehbuchschreibens) gelernt, dass es dem Mann nicht anders geht. Ich hab mir gedacht, warum redet man generell und gerade in München so wenig darüber und tut so, als wäre alles ‘A gmahde Wiesn’ (Anm. d. Redaktion: Ein Vorhaben, das nicht schief gehen kann). Das fand ich spannend zu behandeln.
 
Tom: Habt ihr Hauptdarstellerinnen zur zweiten Staffel auch eigene Ideen miteinbringen können?
 
Genija Rykova: Natalie arbeitet sehr gut und war sehr offen für unsere Ideen. Sie hat uns auch sehr vertraut.

Josephine Ehlert: Da wir das große Glück haben, dass wir in dieser Produktion auch proben können, sind dabei oft alternative Gags entstanden, die dann in den Folgen gelandet sind.

Tom: Ist es eine bayerische Serie? Sie hat ja schon nen Münchner Charme oder?

Xenia Tiling: Stimmt, die Story hat keinen Berliner Charme... ;)

Teresa Rizos: Eigentlich könnte die Serie überall spielen. Die Geschichte greift im Kern die Probleme auf, welche Münchnern um die 30 begegnen können.

Natalie: Das schöne war, Felix Hellmann, übrigens der tollste Mitautor, hat dabei die männliche Perspektive eingebracht. Und die ist, wie wir alle wissen, nicht zu unterschätzen. Wir versuchen schliesslich beiden Seiten gerecht zu werden.

Da waren sich dann alle einig. Kommunikation ist überhaupt ein ganz wichtiger Schlüssel für menschliche Beziehungen. Vielleicht ist die Serie eine kleine Hilfe. Dann hört man eins vielleicht nicht mehr so schnell: “Servus, Baby!”

 
 
 
 
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